Wilhelm Busch erste Erfahrungen als Student
Der Vater von Wilhelm Busch hatte konkrete Vorstellungen von der Berufsausbildung seines Sohnes Wilhelm. Nachdem er einige Jahre in der Obhut seines Onkels verbracht hatte, beschloss sein Vater ihn im Herbst 1847 auf die Technische Schule in Hannover zu schicken. Wilhelm Busch war 16 Jahre alt, als er sich auf den Weg nach Hannover begab.
Der Anfang dort stand nicht gerade unter einem guenstigen Stern. Obwohl Wilhelm Busch sich redlich bemuehte, waren seine schulischen Leistungen eher bescheiden. Speziell in der Mathematik lief es nicht wunschgemaess. Dafuer erhielt er schon damals viel Lob vom Zeichenlehrer. Seine Schulhefte zierten Karikaturen der Lehrer, gutgemeinte aber auch zum Teil boshafte. Mit seiner Studienwahl Maschinenbau hatte er jedoch zusehends Muehe.
Im Jahre 1848 entwickelte Busch soviel Eigenstaendigkeit, dass er den Eltern seinen Entschluss mitteilte, dass er die Technische Schule verlassen werde und statt dessen die Duesseldorfer Kunstakademie besuchen werde. Man kann sich vorstellen, dass sein Vater ueber den eigenmaechtigen Entschluss seines Sproesslings alles andere als begeistert war. Doch erstaunlicherweise war der Vater schliesslich doch bereit dem Sohn das Kunststudium in Duesseldorf zu finanzieren.
Kaum an der Kunstschule begonnen, erlebte Busch die naechste Enttaeuschung. Die dortige Ausbildung entsprach so gar nicht seinen Vorstellungen. Er erlernte zwar gewisse Grundkenntnisse der Malerei, aber die von ihm erhofften Anregungen blieben aus. Um den Vater nicht zu entaeuschen, stuerzte er sich mit besonderem Fleiss, aber ohne grosse Lust in der Schule in seine Aufgaben.
Aber schon im Mai 1852 verliess er die Kunstschule und suchte sein Glueck an der Kunstakademie in Antwerpen. Mit der niederlaendischen Malerei freundete er sich sofort an. Sie entsprach seinen Vorstellungen und er war begeistert. Leider hatte die Geschichte auch eine Kehrseite. Wilhelm Busch zweifelte beim Vergleich der Kunstfertigkeiten der dortigen Maler auf einmal an seinen Faehigkeiten als Maler zu bestehen und damit einmal Geld verdienen zu koennen.
12. Oktober 2007 Autor Margit Mueller
