Ich habe gestern bis in die Morgenstunden alte Musikvideos angeschaut und bin so wieder einmal auf Deep Purple und Ritchie Blackmore gestossen. Sofort erinnerte ich mich an an die alten Zeiten als meine Freundin und ich, Ende der 60-er Jahre, jeweils am Samstag vor dem Fernseher sassen, wenn der Beatclub aus Hamburg ausgestrahlt wurde.
Dort ist mir Ritchie Blackmore das erste Mal aufgefallen. Neben seinem bravouroesen, eigenwillligen und markanten Gitarrenstil war er auch sehr unterhaltsam, sei es wenn er wild gestikulierend mit dem Arm ruderte oder im Spaghat weiterspielte. Sein Ego lebte er auch hin und wieder recht drastisch aus. Als Studiomusiker in London taetig, bombadierte er auf der Strasse alte Ladies in Rollstuehlen mit faulen Eier, so zu hoeren in einem seiner Interviews mit einer britischen Radiosstation. Worauf staendig ein Polizist vor dem Studio patroullierte. Legendaer auch sein Auftritt 1974 in Kalifornien. Nach Streitigkeiten mit einem Kamerateam, dass nach seiner Meinung, die Sicht auf die Buehne zu stark behinderte, schlug er seine Gitarre in die Linse einer Fensehkamera und zerstoerte anschliessend zwei seiner Gitarren.
Der Beginn seiner Rockkarriere ist sehr aehnlich wie bei vielen anderen Rockmusikern. Sein Vater kaufte ihm im Alter von 11 Jahren eine Gitarre und schickte seinen Sohn waehrend einem Jahr in den Gitarrenunterricht, wo er klassische Gitarre lernte. Diese klassische Grundausbildung kam ihm spaeter zugute. Wie Blackmore einmal in einem Interview betonte, ist der mittlere Teil von Deep Purple´s Higway Star, von Mozart gepraegt.
1968 gruendete er neben John Lord, Nick Simper, Ian Paice und Rod Evans, Deep Purple, die rueckblickend zu den einflussreichsten, ersten Vertretern des Hard Rocks gezaehlt werden koennen. Sein erstes Engagement bei Deep Purple, von 1968 bis 1975, beendete er nach Streitigkeiten als die Bandkollegen sich weigerten den Song Black Sheep of the Family zu covern. Wie es weiterging mit seiner eigenen Band Rainbow davon werde ich spaeter berichten.
29. September 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 29. September 2007 um 14:29 Uhr von admin
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Wilhelm Busch lebte seit seinem 9. Lebensjahr beim Bruder seiner Mutter, einem Pastor, der seinen spaeteren Werdegang stark beeinflusste. Er erhielt bei seinem Onkel Privatunterricht, der vom Niveau her, sich erheblich vom normalen Dorfschulunterricht unterschied. Dort erhielt er auch seinen ersten Mal- und Zeichenunterricht.
Ich habe einige Buecher ueber ihn gelesen und immer wieder ist mir aufgefallen, dass er ein Einzelgaenger zeit seines Lebens war, aber auch ein guter Beobachter aus der Ferne. Die Gabe des genauen Beobachtens kam ihm zugute, denn dies ist fuer einen Karikaturisten sozusagen eine Notwendigkeit.
Einen guten Freund lernte Wilhelm Busch in Ebergoetzen, kurz nach seiner Ankunft, kennen. Den Muellerssohn Erich Bachmann. Dieser Freund half ihm sich in der neuen Umgebung einzuleben. Er zeigte ihm die vaeterliche Muehle, machte ihn mit der Dorfjugend bekannt und zeigte ihm die Umgebung von Ebergoetzen. Es war eine innige Freundschaft, eine der wenigen, die ein lebenlang Bestand hatte. Sie profitierten beide, den nachmittags konnte der Freund am Privatunterricht teilnehmen und erhielt dadurch eine bessere Bildung.
Der Onkel, war ein eher milde gestimmter Erzieher, im Gegensatz zu den damals ueblichen „handfesten“ Bestrafungen in den Dorfschulen, erteilte er nur symbolische Hiebe. Einmal erteilt er Hiebe mit getrockneten Blumenstengeln. Ich denke mal, das war sicher nicht schmerzhaft.
Trotzdem taucht in Wilhelm Busch’s spaeteren Werken immrer wieder das schlechte Verhaeltnis von Lehrern und Schuelern auf, wie bei Meister Druff in „Abenteuer eines Junggesellen“.
„ Druff hat aber diese Regel:
Pruegel machen frisch und kregel
Und erweisen sich probat
Ganz besonders vor der Tat. „
23. September 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 23. September 2007 um 15:22 Uhr von admin
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In Wiedensahl in der Naehe von Hannover wurde Wilhelm Busch am 15. April 1932 als erstes von sieben Kindern geboren. Sein Vater hatte einen Kraemerladen und Wilhelm Busch verbrachte die ersten 8 Jahre Jahre seines Lebens bei den Eltern. Sein Vater hatte in jungen Jahren nicht nur Gedichte gelesen, sondern auch selber verfasst. So kann man sagen, dass er dieses Talent an seinen aeltesten Sohn vererbt hat. Mit 9 Jahren wurde Wilhelm Busch einem Schwager zur weiteren Erziehung anvertraut, da es in der elterlichen Wohnung mit 5 Geschwistern zu eng geworden war. Erst 3 Jahre spaeter kehrte der Junge das erste Mal wieder ins Elternhaus zurueck. Was muss in diesem Kind vorgegangen sein, als er so frueh das Elternhaus verlassen musste!
Wilhlem Busch ist fast jedem bekannt, entweder durch seine gefluegelten Worte und oder den Kindern meistens durch seine Bildergeschichten. Eigentlich koennte man sagen, er war der „Erfinder“ der Comics. Mir ist er in Erinnerung geblieben mit seiner Bildergeschichte „Max und Moritz“. Ich bekam das Buch als Geschenk von meinen Eltern, als ich 7 Jahre alt war. Hatte ich eine Freude ueber die beiden Lausbuben und ihre Streiche.
„Ach, was muss man oft von boesen
Kindern hoeren oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hiessen…….“
Nur wenn ich mir dann die Zeichnungen anschaute, dachte ich mir so boese sehen die gar nicht aus. Vorwitzig, pfiffig oder lustig waren sie nach meiner Meinung. Heute denke ich mir, dass der Kontrast von Text und Bild wahrscheinlich so von Wilhelm Busch gewollt war. Er wollte nicht der Moralprediger sein, sondern er benutze als Ausdruckmittel eine feine Ironie, die mir als Kind noch nicht bewusst geworden war, sondern erst einige Jahre spaeter.
21. September 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 21. September 2007 um 14:49 Uhr von admin
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In meiner Jugend verbrachten meine Freunde und ich so manchen Samstag Nachmittag beim Kegeln. Am liebsten waren wir in einer Kegelbahn, die in einem separaten Haus, abgetrennt von der Wirtschaft, untergebracht war. Die Kegelbahn war zwar nicht mehr im neuesten Zustand und ein wenig holprig, aber das wichtigste war, wir waren dort unter uns..
Wie es zu jener Zeit fast selbstverständlich war, befand sich dort eine Musikbox, die wir rege benutzten. Wie der Zufall so manchmal spielt, suchte ich in der Übersicht nach guten Musikstücken, die wir noch nicht soviel gehört hatten. Dabei stiess ich auf einen Titel namens „Tell me“ von einer Gruppe mit dem Namen Rolling Stones. Diese Gruppe sagte mir überhaut nichts, aber der Titel sprach mich an. Also wählte ich „Tell me“ aus und alle im Raum Anwesenden waren wie elektrisiert.
Was war das für eine wunderschöne Musik, die da aus der Musikbox unsere Ohren verwöhnte. Alle waren so begeistert, dass wir den ganzen Nachmittag nur noch dieses Stück hörten und zwar in voller Lautstärke, bis die Wirtin kam und uns bat, doch bitte die Musikbox leiser zu stellen. Da uns das Kegeln bei zu leiser Musik nicht mehr passte, verliessen wir die Kegelbahn und schauten uns in einem anderen Lokal noch ein wenig um.
Durch diesen Song wurden einige von uns zu Fans der Rolling Stones. Zur gleichen Zeit waren andere Kollegen absolute Fans der Beatles. Es gab dann immer Neckereien zwischen den verschiedenen Gruppen, weil jeder seine Lieblinge in den Vordergrund stellte und versuchte, seine Gruppe am besten zu vertreten. Beatles contra Rolling Stones, war das Diskussionsthema.
So wurde ich ein so eingefleischter Rolling Stones Fan, dass ich alle Langspielplatten kaufte, die auf den Markt kamen. Von allen Bandmitgliedern gefiel mir Brian Jones am besten. Warum? Er hatte eine charmante Ausstrahlung und beherrschte nicht nur seine Gitarre, sondern war ein Multi-Instrumentalist. Im Song „Ruby Tuesday“ spielte er Floete, Sitar bei „Paint It Black“, Marimbafon bei „Under my Thumb“ und Akkordeon bei „Back Street Girl“ um nur einige Beispiele zu nennen. Leider wurde er nur nur 27 Jahre alt. Er hätte die Musikszene sicher noch bereichern können.
20. September 2007 Autor Willi Müller
geschrieben am 20. September 2007 um 23:07 Uhr von admin
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Meine erstes Album von Deep Purple kaufte ich im Sommer 1970 und zwar „Deep Purple in Rock“, der ja als Klassiker der Rock-Geschichte gilt. Das Album war damals mehere Wochen auf Platz eins in der Deutschen Chartliste. Das Cover zeigt die Gesichter der Bandmitglieder in Felsen eingehauen. Zuhause angekommen wurde auch gleich der Plattenspieler in Betrieb gesetzt. Der damalige Favorit auf der LP war eindeutig „Child in Time“. Das Stueck, ist ja bekannt geworden fuer die sehr hohen Toene, die Saenger Ian Gillan bravouroes meistert.
Natuerlich konnte man „Child in Time“ nur in voller Lautstaerke so richtig geniessen. Also gab es nur eines …. voll aufdrehen. Der Anfang, der ja sehr ruhig beginnt, steigert sich dann immer mehr bis zum Gitarrensolo und die immer lauter werdenden hohen Toene des Saengers. Der erste Durchgang verlief auch noch problemlos, aber beim zweiten ging die Tuere auf und meine Mutter erschien. „Stell sofort leiser, der Laerm ist ja nicht zum aushalten. Das geht einem ja echt auf die Nerven.“ Danach folgte eine kurze Diskussion: „Das ist kein Laerm, das ist gute Musik“. Na ja, schlussendlich blieb mir doch nichts anderes uebrig als leiser zu stellen. Das gleiche „Schicksal“ teilte ich damals mit mehreren Kollegen und Kolleginnen. Die hatten zuhause ja genau die gleichen Probleme.
Auch heute hoere ich noch gerne Deep Purple auf Video. Nur ist inzwischen niemand mehr wo wegen der Lautstaerke reklamiert, da man im eigenen Haus ja in einer komfortableren Lage ist als in einer Wohnung. Aber an Stelle von „Child in Time“ sind nun „Smoke on the Water“ und „Highway Star“ aus dem Album „Machine Head“ meine bevorzugten Titel.
16. September 20007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 16. September 2007 um 14:23 Uhr von admin
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