Wuerde Astrid Lindgren noch leben, waere sie am 14. November 2007 hundert Jahre alt geworden. Astrid Lindgren gehoert bis zu heutigen Zeit zu den beruehmstesten Kinderbuchautoren der Welt. Ihre erfolgreichste und bekannteste Figur ist sicher Pippi Langstrumpf. Die freche Goere mit dem sommersprossigem Gesicht und den roten Zoepfen, welches kleine Maedchen wollte nicht so sein wie Pippi Langstrumpf.
Aus einer Kurzbiographie der Schriftstellerin habe ich etwas ueber die Entstehung dieser lustigen Kinderfigur gefunden. Astrid Lindgren kam dank ihrer Tochter Karin zu der Figur der Pippi Langstrumpf. Als ihre Tochter im Winter 1941 krank im Bett lag, bat die kleine Karin ihre Mutter, erzaehl mir von Pippi Langstrumpf. Der Name fiel dem kleinen Maedchn ganz spontan ein. Also ist der Mutter nichts anderes uebrig geblieben, als eine Geschichte zu erfinden.
Als Astrid Lindgren sich drei Jahre spaeter den Fuss verstaucht hatte und dadurch ans Bett gefesselt war, schrieb sie einige Geschichten der Pippi Langstrumpf nieder und schenkte ihrer Tochter Karin das Manuskipt zu deren zehntem Geburtstag.
1945 reichte Astrid Lindgren ihre Geschichten bei einem Kinderbuch-Wettbewerb eines schwedischen Verlages ein. Die Veroeffentlichung der Pippi Langstrumpf-Geschichten im Jahre 1945 schlug in der Kinderbuchlandschaft ein wie eine Bombe. Bei einer neueren Umfrage zum Leseverhalten der Kinder im Grundschulalter steht Astrid Lindgren auch heute noch ganz oben auf der Liste der beliebtesten Kinderbuchautoren.
23. November 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 23. November 2007 um 22:21 Uhr von admin
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Der Vater von Wilhelm Busch hatte konkrete Vorstellungen von der Berufsausbildung seines Sohnes Wilhelm. Nachdem er einige Jahre in der Obhut seines Onkels verbracht hatte, beschloss sein Vater ihn im Herbst 1847 auf die Technische Schule in Hannover zu schicken. Wilhelm Busch war 16 Jahre alt, als er sich auf den Weg nach Hannover begab.
Der Anfang dort stand nicht gerade unter einem guenstigen Stern. Obwohl Wilhelm Busch sich redlich bemuehte, waren seine schulischen Leistungen eher bescheiden. Speziell in der Mathematik lief es nicht wunschgemaess. Dafuer erhielt er schon damals viel Lob vom Zeichenlehrer. Seine Schulhefte zierten Karikaturen der Lehrer, gutgemeinte aber auch zum Teil boshafte. Mit seiner Studienwahl Maschinenbau hatte er jedoch zusehends Muehe.
Im Jahre 1848 entwickelte Busch soviel Eigenstaendigkeit, dass er den Eltern seinen Entschluss mitteilte, dass er die Technische Schule verlassen werde und statt dessen die Duesseldorfer Kunstakademie besuchen werde. Man kann sich vorstellen, dass sein Vater ueber den eigenmaechtigen Entschluss seines Sproesslings alles andere als begeistert war. Doch erstaunlicherweise war der Vater schliesslich doch bereit dem Sohn das Kunststudium in Duesseldorf zu finanzieren.
Kaum an der Kunstschule begonnen, erlebte Busch die naechste Enttaeuschung. Die dortige Ausbildung entsprach so gar nicht seinen Vorstellungen. Er erlernte zwar gewisse Grundkenntnisse der Malerei, aber die von ihm erhofften Anregungen blieben aus. Um den Vater nicht zu entaeuschen, stuerzte er sich mit besonderem Fleiss, aber ohne grosse Lust in der Schule in seine Aufgaben.
Aber schon im Mai 1852 verliess er die Kunstschule und suchte sein Glueck an der Kunstakademie in Antwerpen. Mit der niederlaendischen Malerei freundete er sich sofort an. Sie entsprach seinen Vorstellungen und er war begeistert. Leider hatte die Geschichte auch eine Kehrseite. Wilhelm Busch zweifelte beim Vergleich der Kunstfertigkeiten der dortigen Maler auf einmal an seinen Faehigkeiten als Maler zu bestehen und damit einmal Geld verdienen zu koennen.
12. Oktober 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 12. Oktober 2007 um 14:09 Uhr von admin
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Wilhelm Busch lebte seit seinem 9. Lebensjahr beim Bruder seiner Mutter, einem Pastor, der seinen spaeteren Werdegang stark beeinflusste. Er erhielt bei seinem Onkel Privatunterricht, der vom Niveau her, sich erheblich vom normalen Dorfschulunterricht unterschied. Dort erhielt er auch seinen ersten Mal- und Zeichenunterricht.
Ich habe einige Buecher ueber ihn gelesen und immer wieder ist mir aufgefallen, dass er ein Einzelgaenger zeit seines Lebens war, aber auch ein guter Beobachter aus der Ferne. Die Gabe des genauen Beobachtens kam ihm zugute, denn dies ist fuer einen Karikaturisten sozusagen eine Notwendigkeit.
Einen guten Freund lernte Wilhelm Busch in Ebergoetzen, kurz nach seiner Ankunft, kennen. Den Muellerssohn Erich Bachmann. Dieser Freund half ihm sich in der neuen Umgebung einzuleben. Er zeigte ihm die vaeterliche Muehle, machte ihn mit der Dorfjugend bekannt und zeigte ihm die Umgebung von Ebergoetzen. Es war eine innige Freundschaft, eine der wenigen, die ein lebenlang Bestand hatte. Sie profitierten beide, den nachmittags konnte der Freund am Privatunterricht teilnehmen und erhielt dadurch eine bessere Bildung.
Der Onkel, war ein eher milde gestimmter Erzieher, im Gegensatz zu den damals ueblichen „handfesten“ Bestrafungen in den Dorfschulen, erteilte er nur symbolische Hiebe. Einmal erteilt er Hiebe mit getrockneten Blumenstengeln. Ich denke mal, das war sicher nicht schmerzhaft.
Trotzdem taucht in Wilhelm Busch’s spaeteren Werken immrer wieder das schlechte Verhaeltnis von Lehrern und Schuelern auf, wie bei Meister Druff in „Abenteuer eines Junggesellen“.
„ Druff hat aber diese Regel:
Pruegel machen frisch und kregel
Und erweisen sich probat
Ganz besonders vor der Tat. „
23. September 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 23. September 2007 um 15:22 Uhr von admin
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In Wiedensahl in der Naehe von Hannover wurde Wilhelm Busch am 15. April 1932 als erstes von sieben Kindern geboren. Sein Vater hatte einen Kraemerladen und Wilhelm Busch verbrachte die ersten 8 Jahre Jahre seines Lebens bei den Eltern. Sein Vater hatte in jungen Jahren nicht nur Gedichte gelesen, sondern auch selber verfasst. So kann man sagen, dass er dieses Talent an seinen aeltesten Sohn vererbt hat. Mit 9 Jahren wurde Wilhelm Busch einem Schwager zur weiteren Erziehung anvertraut, da es in der elterlichen Wohnung mit 5 Geschwistern zu eng geworden war. Erst 3 Jahre spaeter kehrte der Junge das erste Mal wieder ins Elternhaus zurueck. Was muss in diesem Kind vorgegangen sein, als er so frueh das Elternhaus verlassen musste!
Wilhlem Busch ist fast jedem bekannt, entweder durch seine gefluegelten Worte und oder den Kindern meistens durch seine Bildergeschichten. Eigentlich koennte man sagen, er war der „Erfinder“ der Comics. Mir ist er in Erinnerung geblieben mit seiner Bildergeschichte „Max und Moritz“. Ich bekam das Buch als Geschenk von meinen Eltern, als ich 7 Jahre alt war. Hatte ich eine Freude ueber die beiden Lausbuben und ihre Streiche.
„Ach, was muss man oft von boesen
Kindern hoeren oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hiessen…….“
Nur wenn ich mir dann die Zeichnungen anschaute, dachte ich mir so boese sehen die gar nicht aus. Vorwitzig, pfiffig oder lustig waren sie nach meiner Meinung. Heute denke ich mir, dass der Kontrast von Text und Bild wahrscheinlich so von Wilhelm Busch gewollt war. Er wollte nicht der Moralprediger sein, sondern er benutze als Ausdruckmittel eine feine Ironie, die mir als Kind noch nicht bewusst geworden war, sondern erst einige Jahre spaeter.
21. September 2007 Autor Margit Mueller
geschrieben am 21. September 2007 um 14:49 Uhr von admin
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